Gründung des Energiestammtisch Tacherting

Großes Interesse fand der 1. Energiestammtisch in Tacherting, der von der Energiereferentin Petra Blum organisiert wurde. Sie freute sich, dass der Nebenraum der Pizzeria bis auf wenige Plätze gefüllt war und auch Bürger, die sich bisher noch nicht für die Mitarbeit beim Energiestammtisch gemeldet hatten, Interesse an dem Treffen zeigten. So fand sich ein diverser Teilnehmerkreis aus Anlagenbetreibern, Energieberatern, angehenden Hauseigentümern, Medizinern, Mietern und Vermietern aus allen Gemeindeteilen zusammen.

Petra Blum nannte als Beweggründe für die Idee zum Energiestammtisch, dass sich jeder einzelne zur Umsetzung der Klimaschutzziele beteiligen müsse. Nur zu demonstrieren wäre ihr zu wenig. Außerdem wolle sie eine Plattform für interessierte Bürger bieten, die sich z. B. mit Nutzern von PV-Anlagen austauschen möchten. Das Thema Energie müsse präsent bleiben, damit jeder daran denkt, dass keine Zeit mehr zu verlieren ist, wenn man die Klimaschutzziele erreichen will. Als mögliche Themen nannte Sie den Ausbau von PV-Anlagen, alternative Wärmeversorgung, Elektromobilität, Ladesäulen, Car-Sharing, ÖPNV, Radwege, Erhaltung von Post-EEG-Anlagen, Bürgerenergie, Windenergie und Nahwärmenetz. Zu den einzelnen Themen gelte es zu prüfen, ob Fördermittel durch die BAFA, das KFW, ISEK oder LAG Leader beantragt werden könnten.

Wichtig für die Treffen wären ihr, dass jede Idee ernst genommen und keiner ausgelacht wird. Nur so wäre ein vernünftiges Brainstorming möglich. In einer Präsentation stellte sie die derzeitige Situation in Tacherting anhand von Auszügen aus dem Energieatlas Bayern vor. Neben dem gesamten Stromverbrauch wird hier der Wärmebedarf aber auch der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bzw. der Anteil an erneuerbaren Energien am Wärmebedarf aufgezeigt. Sie stellte fest, dass Tacherting dort in den Umfrageergebnissen für ausgewählte Energieaktivitäten nicht zu finden ist.

Es folgte die Vorstellung einzelner Bürger mit ihren bereits realisierten Vorhaben. In der sich entwickelnden Diskussion wurden bereits einige Ideen und Wünsche der Bürger geäußert. So wurde eine Forderung nach Bebauungsplänen geäußert, die Doppelhäuser, Dreispänner oder 6- Spänner berücksichtigen und mit vernünftigen Energiekonzepten geplant würden und eine PV-Anlagenpflicht in neuen Baugebieten. Einer Bürgerin war es dabei wichtig, dass für jede Wohneinheit auch ein Gartenanteil eingeplant würde. Diese Vorstellungen sollten an den Gemeinderat herangetragen werden. Auch die Nutzung von Abwärme von Industrieunternehmen oder der Geothermieanlage in Garching wurde angesprochen. Außerdem wurde diskutiert, wie man den Verkehr verringern könnte und angeregt, dass man sich innerorts mehr zu Fuß oder mit dem Rad bewegen solle. Dabei sei es auch sehr wichtig, den täglichen Fahrdienst von Eltern, die ihre Kinder zu den Schulen bringen, anzusprechen, da dieser zusätzlich die Sicherheit der Kinder beeinträchtige. Ein Vorschlag war, den Kinderspielplatz an der Streuobstwiese in Lengloh durch eine PV-Anlage zu beschatten, deren Strom dann z.B. für die Pumpe des neu eingeweihten Brunnens des Gartenbauvereins genutzt werden könnte. Auch Tiny-Häuser wurden bezüglich ihrer Energiefreundlichkeit kontrovers diskutiert. Zudem fand ein Informationsaustausch zwischen E-Auto- Betreibern hinsichtlich der Möglichkeiten zur Steuerung zwischen E-Auto und PV-Anlage statt. Anhand von Fragebögen könnte geprüft werden, inwieweit ein Car-Sharing-Angebot genutzt würde.

Es wurde beschlossen, dass sich der Energiestammtisch jeden letzten Freitag im Monat um 19.00 Uhr treffen solle. Da die Plätze am Versammlungsort durch die Anwesenden fast ausgereizt waren, wird nach einem anderen Treffpunkt gesucht. Auf Hinweis eines Besuchers wurde beschlossen, die Gedanken und Erkenntnisse in Ziele für den Energiestammtisch zu formulieren und regte an, zunächst Themen per Email an die Versammlungsleiterin zu senden und in der nächsten Versammlung daraus dann erste Ziele zu definieren.

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